Innovationspreis des Landkreises Cham für Zollner

Ihre Arbeit an Ladesystemen für die Elektromobilität hat der Zollner Elektronik AG den Innovationspreis „Beste Aussichten“ eingebracht.

Der Landkreis Cham vergibt die Auszeichnung alle zwei Jahre an regionale Unternehmen für zukunftsweisende Ideen und Produkte.

Seit 2014 leistet die Zollner Elektronik AG Pionierarbeit auf dem Gebiet des induktiven Ladens. In einem ersten Projekt, das 2018 abgeschlossen wurde, ging es darum, die Ladesäule durch kontaktlose Energieübertragung überflüssig zu machen. Resultat war das weltweit erste nach der gültigen Produktnorm ISO61980 zugelassene induktive Ladesystem, das zusammen mit dem Schweizer Antriebsstrang-Spezialisten Brusa entwickelt wurde und im BMW 530e iPerformance zum Einsatz kommt. Zollner übernahm dabei die Serienentwicklung, die Zulassung und die Industrialisierung. Im Juli 2018 lief die Serienfertigung des induktiven Ladesystems bei Zollner an – ein weltweites Alleinstellungsmerkmal. Neben der induktiven Energieübertragung sind weitere Funktionen mit an Bord: eine Positionierhilfe zum korrekten Ausrichten von Bodeneinheit und Fahrzeugspule, eine Metallobjekterkennung zum Schutz des Magnetfelds und eine Lebendobjekterkennung zum Schutz von Mensch und Tier vor elektromagnetischen Feldern.

Im Rahmen eines Forschungsprojekts, das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert wird, entwickelt Zollner zudem seit 2017 ein bidirektionales induktives Ladesystem. Es macht die Energieübertragung in beide Richtungen möglich: lädt also das Auto wieder auf, kann die in den Fahrzeugen gespeicherte Energie aber auch ins Stromnetz zurückleiten und so Lastspitzen ausgleichen.

Diesen Technologiebaukasten, mit dem sich induktive Ladelösungen aller Ausbaustufen umsetzen lassen, hat die Zollner Elektronik AG vor Kurzem Kunden und einem Fachpublikum vorgestellt. Vorträge und Workshops bildeten die Kompetenzen des Unternehmens auf den einzelnen Teilgebieten ab, ein Besuch im neu errichteten Testcenter auf dem Werksgelände in Zandt führte vor Augen, wie auf Prüfständen die Systemabsicherung durchgeführt wird.